Geschmackvolle Elektronik

Französische Wissenschaftler haben eine elektronische Schnuppernase erfunden, mit der sich die Frische von Fischen auf Großmärkten testen lässt. Das Gerät namens „eFish“ wird jetzt auf dem Großmarkt im westfranzösischen Hafen La Rochelle getestet. Mit einer Kamera und sechs Sensoren prüft der Apparat, ob der Fisch frisch ist oder einen Duft von zerfallendem Fleisch verströmt. Noch ist das für 300.000 Euro entwickelte „eFish“ ein großer Stahlkasten auf Rollen, der jeweils drei Minuten zur Untersuchung einer Kiste Fisch braucht. Mittelfristig sollten die Apparate auf Handygröße schrumpfen und für Verbraucher erschwinglich sein. (Quelle: foodline).

Darauf freuen wir uns schon. Das Gerät kommt gerade recht in einer Zeit, in der wir es mehr und mehr verlernen, unsere Sinne zu gebrauchen. Die nächste Generation wird die elektronischen Sinneshilfen besonders gut gebrauchen: Wer weiß schon noch im Zeitalter der Fischstäbchen und des Tiefkühlfischs, woran man frischen Fisch erkennt, wie frischer Fisch riechen muss. Und leider sind derartige Sinneslücken in der Generation der dicken Kinder nicht auf Fisch beschränkt!

Ein bisschen Hoffnung gibt es noch – etwa in Gestalt der Eurotoques. Die „unabhängige Verbraucherinitiative für eine gesunde Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln“ bietet Sinnesschulungen in Kindergärten und Vorschulen, Geschmacksunterricht an Schulen und Eltern-Kinder-Kochkurse an – damit es künftigen Handygenerationen erspart bleibt, neben dem Hirn auch noch den Geschmack ersetzen zu müssen.

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