Nutzungsgrad der Nahrung abhängig von Darmflora

Nach einer Meldung der Zeitschrift natur+kosmos hängt es offenbar entscheidend von unserer Darmflora ab, wie viele Kalorien aus der Nahrung in den Körper aufgenommen werden. Demnach hat ein Forscherteam um Samuel Buck von der Universität in St. Louis Forscher eine Mikrobe im Verdauungstrakt identifiziert, die eine wichtige Funktion bei der Nahrungsaufschlüsselung hat, indem sie hilft, den Kaloriengehalt der Nahrung besser zu nutzen.  

Die Forscher stellten im Tierversuch fest, dass Mäuse, die einen hohen Anteil von M. smithii im Darm hatten, fetter waren als solche, die diese Bakterien nicht hatten. In 85 Prozent aller Menschen lebt M. smithii oder einer seiner Vettern. Die Wissenschaftler arbeiten jetzt daran herauszufinden, ob Übergewichtige mehr dieser Bakterien beherbergen. Wenn ihre Theorie richtig ist, könnte es möglich sein, durch das gezielte Ansiedeln von bestimmten Mikroben zu- oder abzunehmen.

Falls sich die Ergebnisse bestätigen, hätten Kalorientabellen in Zukunft nur noch relativen Wert, da die tatsächlich genutzte Energiemenge eben von der  Darmflora abhängig wäre.

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