Mangel im Überfluss – so der Titel des 43. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), auf dem während der letzten beiden Tage 150 Wissenschaftler in 49 Vorträgen und 111 Posterbeiträgen aktuelle Forschungsergebnisse vorstellten.

Mangel im Überfluss – ein wichtiges Thema und wenig Resonanz: Zumindest hat es das Thema nicht in die Tagespresse und die überregionalen elektronischen Medien geschafft. Das zeugt bei soviel versammelter wissenschaftlicher Kapazität weniger von einem Mangel an medienrelevanten Inhalten als von schwacher Pressearbeit. Vielleicht sollten die Herren Wissenschaftler im Präsidium DGE etwas mehr Zeit darauf verwenden, über die mediengerechte Aufbereitung der wichtigsten Ergebnisse nachzudenken. Das wäre nicht nur auf Grund der Bedeutung des Themas wichtig, sondern auch, weil es zu den originären Aufgaben der DGE gehört, die Öffentlichkeit zu informieren. Aus einer Institution, in die so viele öffentliche Gelder hineinfließen, sollte mehr gute, verbraucherrelevante Information herauskommen. Was nutzt schließlich der bedeutngsvollste Kongress, wenn seine Inhalte im Elfenbeinturm verschlossen bleiben.

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