Ich lese (fast) alles, was über meinen Schreibtisch geht, manchmal sogar den „Sankt Nikolaus Boten“ der katholischen Kirchgemeinde Füssenich. Dort finde ich heute ein schönes Wort zum Sonntag – den  einfachen, aber authentischen, ehrlichen und für manchen Erwachsenen eher beschämenden kleinen Text der 14-jährigen Rebecca:

„Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg.“ An solche Sprüche muss man sich gewöhnen, wenn man sich entscheidet, sich vegetarisch zu ernährne. Und meistens sind sie ja auch spaßig gemeint. Doch erklären muss ich die Entscheidung immer wieder, wogegen ich noch nicht erlebt habe, dass ein „Fleischesser“ erklären musste, warum er Fleisch isst. Ich glaube, das liegt daran, dass es in unserer Gesellschaft völlig normal ist, Fleisch und Fisch zu essen. Nur, ich finde es absolut nicht normal, Und das hat auch nichts mit „Öko“ zu tun – auch so ein Vorwurf, den ich immer wieder höre. Ich sehe nur nicht ein, warum Tiere sterben müssen, damit ich etwas zu essen habe. Das möchte ich nicht. Natürlich fällt mir das nicht immer leicht, dazu gibt es zu viele Essen mit Fleisch, die ich früher gerne gegessen habe. Aber ich finde, da muss ich jetzt konsequent bleiben. Dankbar bin ich dafür, dass mich meine Familie darin unterstützt, obwohl sie selbst nicht vegetarisch essen.“

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