Dieser Tage in der Post: Eine Einladung zur Jahrestagung des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) * am 8. Mai in Berlin. Nach der Lektüre bin ich ganz gerührt. Denn der BLL schreibt mir, dass er sich große Sorgen um den Verbraucher macht. Präsident Dr. Werner Wolf und Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff stellen dort ernsthaft die Frage: „Sollen wir den Verbraucher an die Hand nehmen und vor sich selbst schützen oder sollen wir ihn dazu befähigen, eigenständig laufen zu lernen.“ Da kommen mir die Tränen. Am besten beides, liebe Vertreter der Lebensmittelindustrie!

In einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Zwischen Mündel und Mündigkeit“ will sich der BLL Gedanken über die Frage machen „Wie viel Vertrauen verdient der Verbraucher?“ Vorgeführt werden auf dem Podium zwei Paradebeispiele für den Verbrauchertyp, den es vor sich selbst zu schützen gilt: die Altgrüne Renate Künast ( genau die, die mit der Unterstützung der dämlichen Veggie-Day Idee die Grünen vor der Bundestagswahl in die Grütze geritten hat) und Holger Krawinkel vom Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv (aus Sicht des BLL dürfte der vzbv so etwas wie ein „Käfig voller Narren“ sein). Dann nahen für  Verbraucher ja wohl rosige Zeiten, wenn künftig der BLL die Fürsorgevollmacht übernimmt. Deshalb, ihr lahmen, unmündigen Verbraucher, humpelt in Massen zur Jahrestagung hin! Auf das euch der BLL dort endlich das Laufen lehrt!

* Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette – Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete – sowie zahlreiche Einzelmitglieder an.

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