Harald Lemke, Politik des EssensHarald Lemke, Politik des Essens

transcript Verlag, Bielefeld 2012,

344 S.ISBN 978-3-8376-1845-7 Preis 27,80 €

 

Das Buch des an der Universität Lüneburg tätigen Philosophen Harald Lemke, der auch am Interdisziplinären Zentrum für Gastrosophie der Universität Salzburg lehrt, setzt sich mit der global-politischen Frage auseinander: Wovon will die Menschheit in der Zukunft leben? Er stellt damit die Frage nach dem „guten Leben“ für alle Menschen auf der Erde.

Nahrungskrisen, Hungerunruhen, ungerechter Welthandel, Lebensmittelskandale, Fastfood und Fettsucht – das Unbehagen in der globalen Esskultur wächst täglich und überall. Und immer mehr Menschen haben diese Verhältnisse offenbar satt. Harald Lemke beleuchtet zentrale Welt- und Selbstbezüge des Essens, die mit zeitgenössischen Fragen des Politischen in Verbindung stehen. Dabei zeigt er: Ob der Welthunger oder die Klimagerechtigkeit, ob der soziale Kampf um Ernährungssouveränität oder das Recht auf Städte aus Gemüsegärten – die Zukunft der Menschheit hängt ganz entscheidend vom gesellschaftlichen Umgang mit der Nahrungsfrage ab. Viele seiner Thesen verdienen das Interesse von uns Oecotrophologen – z. B. wenn er Fettleibige als unbewusste Erfüllungsgehilfen der Überflussgesellschaft sieht: „In einer Gesellschaft der Überproduktion bedarf es nicht länger arbeitsamer, sondern gehorsam konsumierender Körper“.

 

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