Was passiert im Kopf von Menschen, wenn sie Bilder von kalorienreicher Nahrung sehen? Misst man die Hirnströme, die dabei entstehen, stellt man – abhängig von Geschlecht und Gewicht – z. T. erhebliche Unterschiede fest. „Die stärksten Hirnströme messen wir bei übergewichtigen Frauen, die einige Stunden nichts gegessen haben und dadurch hungrig sind.“ so Dr. Hubert Preißl vom Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der medizinischen Universität Tübingen. Preißl leitet dort ein Forscherteam, das sich als Teil der Forschungsverbünde MAIN und NEUROTARGET im Kompetenznetz Adipositas mit den Effekten von Adipositas im Gehirn und Faktoren für eine erfolgreiche Gewichterhaltung nach Diäten beschäftigen.

Preißl wird morgen zusammen mit einer Reihe von Psychologen, Neurobiologen und anderen Experten auf dem 16. Aid-Ernährungsforum mit dem Titel „Verflixtes Schlaraffenland – Wie Essen und Psyche sich beeinflussen“ über seine Arbeit und die Bedeutung seiner Ergebnisse berichten. Wer sich für das Thema interessiert, kann die gesamte Veranstaltung, die ich übrigens moderieren darf, auf www.aid.de im Livestream verfolgen. Um 9:15 Uhr geht’s los. Ich wünsche viel Spaß dabei und viele spannende Erkenntnisse!

 

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