Muss das sein – immer wieder diese maßlosen Übertreibungen? Dieter Kosslick schreibt auf der Berlinale Website in der Einleitung zum Programm des Kulinarischen Kinos: „Geben wir der Nahrung die Chance, wieder Mittelpunkt des Lebens zu werden, und nicht dem als Lebensmittel getarnten Giftmüll.“  Diesen effektheischenden Vergleich zu bemühen, um die Bedeutung des Satellitenfetivals Kulinarisches Kinoherauszustellen, war völlig überflüssig. Wer sich für Esskultur interessiert, sollte die dort gezeigten Filme auf seine Merkliste setzen – und hoffen, dass der eine oder andere in die Programmkinos kommt. Mein Favorit: Jiro Dreams of sushi. Im Text zum Film steht: „Die ultimative Einfachheit führt zur Reinheit.“ Das wäre ein schöner Satz für die Einleitung gewesen!

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