Das letzte Wort im aktuellen TV-Spot der Rügenwalder Mühle ist nicht schön: ‚fressig‘. ‚Deftig, lecker, fressig‘  soll sie schmecken, die Rügenwalder Wurst. Nichts gegen werbewirksame Wortwahl – aber ‚fressig‘? Das ist – im Gegensatz zur beworbenen Wurst – geschmacklos. ‚Fressig‘ passt nicht in unsere Zeit, es passt zu gar nichts: Nicht zu nachhaltig, nicht zu handwerklich, nicht zu maßvoll, nicht zu gesund. ‚Fressig‘ klingt nach fressen, vollgefressen, überfressen, gefrässig. ‚Fressig‘ passt allenfalls zu Fressnapf, Fraß und Hackfresse – es klingt einfach nur prollig. Ob sich Rügenwalder wirklich verfressene Verbraucher wünscht? Wenn nicht, dann sollten die sich in der Mühle solche verbalen Entgleisungen sparen. ‚Deftig und lecker‘ reicht – es muss nicht zusätzlich noch fressig sein. Liebe Rügenwalder – tut Euch und uns einen Gefallen: Schneidet das letzte Wort aus Eurem Spot!

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