Wo wir schon mal bei den Deutschlands Mensen und ihrer Qualität sind (..siehe letzten Blogeintrag): Der Chef der Unions-Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, hat Parteikollegin und Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. Schlarmann wirft Merkel u. a. vor, keine Grundsatzdiskussionen über wichtige Themen mehr zuzulassen Nun ja, das wird die Kanzlerin nicht aus der Fassung bringen. Viel schlimmer ist Schlarmanns rettungslos vorgestrige Kritik an den deutschen Mensen. Zur Charakterisierung von Merkels Politikstil bemühte er einen Vergleich, der den Schluss zulässt, dass Schlarmann wohl noch in der Steinzeit studiert hat: „Das ist wie in der Mensa, die täglich nur ein Gericht anbietet. Wem das nicht schmeckt, der bleibt draußen“, sagte er. Darüber war man beim Deutschen Studentenwerk (DSW) als Träger der Deutschen Mensen doch ziemlich düpiert. In einem Brief an Schlarmann schlägt Achim Meyer zur Heide, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes zu recht zurück:

„Als Verband der 58 Studentenwerke, die an Deutschlands Hochschulen mehr als 840 hochschulgastronomische Einrichtungen — darunter rund 400 Mensen — betreiben, sind wir über Ihre Aussage sehr verwundert. Die Kritik am Führungsstil der Bundeskanzlerin und Vorsitzenden der Christlich Demokratischen Union ist Ihre Angelegenheit, in die wir uns auch nicht einmischen wollen. Sofern Sie sich allerdings in Ihrer Kritik auf unsere Mensen beziehen, halten wir uns angesichts Ihres direkten Vergleichs zwischen Frau Merkel und der Hochschulgastronomie lieber an die Fakten: Nach dem Politbarometer des ZDF vom 12. Juli dieses Jahres sind 63% der Befragten mit der Arbeit der Bundeskanzlerin zufrieden, 28% dagegen nicht. Der Union hätten am auf den 12. Juli folgenden Sonntag 36% der Befragten ihre Stimme gegeben.

Unsere Mensen verzeichnen demgegenüber seit Jahren wesentlich höhere Zustimmungsraten: 85% der Studierenden besuchen lt. Sozialerhebung die Einrichtungen der Hochschulgastronomie (Mensen und Cafeterias). Dies ist v. a. in der Angebotsvielfalt begründet, die eine Fülle von frei zusammenstellbaren Komponenten, Pasta- und Salatbüffets, Wok- und Grill-Stationen. Front Cooking und „Free Flow” etc. umfasst. Neben günstigen Eintöpfen fin­den Sie hochwertige, nährwertoptimierte Menülinien wie „mensaVital”, Bio-Essen, Produkte aus der Region, MSC-Fisch und vieles mehr. Mensen, die täglich nur ein Gericht anbieten, sind bei den Studentenwerken als Wirtschaftsunternehmen seit Jahrzehnten passe.“

Da sag ich doch nur noch: Mensa sana in Universitate sana!

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