Wie die Bundesländer das Schulobstprogramm doch noch zu Fall bringen

Nach einer Meldung der Agentur afp wollen inzwischen neun Bundesländer nicht am EU-Programm zur kostenlosen Verteilung von Obst an Schulen teilnehmen. Da rennt Frau Aigner durch die Gegend und kann nicht oft genug betonen, wie wichtig eine gesunde Ernährung unserer Kinder ist – daran stören sich die Bundesländer nicht. Eines nach dem anderen fallen sie von ihren Zusagen ab – alles Fallobst: Plop – Berlin – platsch – Brandenburg – plop-Bremen – plitsch – Hamburg – platsch – Hessen – plop – MeckPom – plitsch – Niedersachsen – platsch – Sachsen –plop – Schleswig Holstein.

Das ist Politik: Zustimmen (nach langem Hin und Her im Bundesrat) – Hinhalten (Zweifel streuen, ob sich das Programm umsetzen lässt. Es gibt ja so viele bürokratische Hindernisse!) –  Wegducken (unter den Protesten, als die ersten Bundesländern den Ausstieg ankündigten) – Aussitzen (Die Zeit bringt jede Kritik zum Schweigen, und irgendwann ist es dann eh zu spät für die Umsetzung) – Aussteigen.

Wenn es nun schon kein Obst mehr an den Schulen gibt, dann taugt die kleine politische Schmierenkomödie wenigsten als Paradebeispiel für den Politikunterricht: Politik oder die Kunst, Versprechen zu brechen (..schließlich ist eine Zustimmung im Bundesrat durchaus ein Versprechen – oder?)

(Zur Vorgeschichte des Schulobstprogramms siehe hier und hier)

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