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Seit einiger Zeit gehe ich immer mal wieder Essen – mit Ellen, bei Achgut. Nein, Achgut ist kein Restaurant – und wenn ich ehrlich bin, kenn ich auch Ellen nicht einmal persönlich. Achgut – die Achse des Guten ist ein Zusammenschluss von unabhängigen Journalisten und Schriftstellern. Der Achgut-Blog zählt zu den meist besuchten Deutschlands und gilt vielen als Leitmedium für politische Analyse und Kritik. Über Ellen Daniel weiß ich von Google nicht viel mehr, als dass sie Kulturredakteurin beim Focus ist. Das einzige, was ich von ihr kenne, sind die Essays rund ums Essen – bei Achgut – fast jede Woche neu – in der Rubrik „Essen mit Ellen“.

Ellens Schreibe lohnt die virtuelle Bekanntschaft allemal. Die meisten Beiträge sind wunderbare, intelligente Reflektionen rund ums Essen. Ihre klugen Analysen verpackt sie in wunderbar trockenen Humor und schwimmt dabei oft gegen den Strom, ohne Rücksicht auf Vegetarier, Fast-Food-Hasser oder Ess-Ideologen ähnlicher Art. Mit erfrischend ironischer Distanz – manchmal auch unverschämt respektlos – blickt sie aus meist wohlwollend kritischer Perspektive auf das, was rund ums Essen und Trinken passiert. Kein Fast Food, sondern echte Feinkost, was Ellen Daniel da bei Achgut serviert. Den Schreibstil muss man natürlich mögen. Ich jedenfalls freu mich immer schon aufs nächste Essen mit ihr!

Achse-Aktion
Übrigens sind auf der Achse des Guten nicht nur die Leckerbissen von Ellen Daniel der Lektüre wert. Hendrik M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch haben es als Achgut-Redaktion verstanden, eine Gruppe von Autoren um sich zu scharen, die alle für unabhängiges Denken und in der Regel großartigen journalistischen Stil stehen und Beiträge liefern, „über die man sich richtig schön ärgern und manchmal sogar freuen kann“, wie Volker Panzer, Moderator der ZDF-Talksendung “Nachtstudio” einmal sagte. Derzeit sucht die Achse des Guten Leser, die eine Patenschaft für 59,50 übernehmen, um die Zukunft der Seite zu finanzieren. Sie haben diese Patenschaften mindestens genauso verdient wie die Krautreporter, die es mit einem ähnlichen Modell geschafft haben, 900.000 Euro einzusammeln. Journalistisch könnten sich die Krautjungs – von denen einige noch etwas grün sind hinter den Ohren – übrigens noch eine Scheibe abschneiden bei den alten Hasen der Achse. Die Seite ist ein Stück unangepasster Journalismus, der die Medienlandschaft immer wieder mit neuen Argumenten aufmischt, und Unterstützung unbedingt verdient.

Ach – liebe Leser – und vergessen Sie nicht, gelegentlich auch mal mit Ellen essen zu gehen!

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