Wir wollen dafür sorgen, dass ihr noch ein paar Grillpartys mehr feiern könnt.  (Thomas Müller)

„Wenn wir ehrlich sind, hat sich die Welt in diesen letzten Wochen auf einen fantastischen Tunnelblick verengt. Wir empfinden die Nachrichten in den Halbzeitpausen als surreale oder störende Unterbrechungen. Unser Blick hinaus in jene andere Welt, die wir verlassen haben, wird abgebrühter.“ Matthias Matussek liefert in der WamS eine (nicht nur) augenzwinkernde Analyse dessen, was die WM und das Endspiel mit uns machen. Nahost? Der Freispruch für den HSH-Bankrotteur und hoch abgefundenen Zocker-Banker Nonnenmacher, Doppelagenten? Matussek meint: „Albern. Kratzt uns das alles noch? Nicht die Bohne.“

Wer es noch schafft, sollte den Artikel unbedingt vor dem Spiel noch schnell lesen, bringt er doch Spaß und Erkenntnisgewinn: „Eine WM beherrscht Köpfe und Herzen der beteiligten Völker, beflügelt die Gewinner oder stürzt die Verlierer in die Verzweiflung. Der Sieg ist immer total, die Niederlage ebenso. Stellungskriege sind sinnlos – das Elfmeterschießen führt immer zur Entscheidung. Wie übersichtlich die Welt plötzlich wird. Die Herzen schlagen höher, in allen, auch in uns, die wir nicht mitkämpfen können, weil wir mit Bierflasche und Grillwurst beschäftigt sind, aber die Kampfmontur, das Trikot, tragen wir alle.“ Und übrigens: Auch nach dem Spiel ist der Artikel ganz bestimmt noch unbedingt lesenswert!

Ach – und falls wir völlig doch unerwartet verlieren, hilft Hans Zippert mit seiner wunderbar trostreichen Kolumne über die Niederlage schnell hinweg. Seine Meinung: Der Titel wäre nun wirklich zu viel des Guten!

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