Bahnbrechend, nobelpreisverdächtig: Die Wissenschaft bestätigt den gesunden Menschenverstand! Wer nicht übergewichtig ist, nicht raucht, Alkohol nur in Maßen konsumiert, körperlich aktiv ist und sich gesund ernährt – kurz gesagt: wer gesund lebt, hat ein um etwa ein Drittel vermindertes Risiko, an Dickdarm- oder Mastdarmkrebs zu erkranken. Das ist ein Ergebnis der großen europäischen Langzeitstudie (EPIC) mit über 347.000 erwachsenen Teilnehmern, wie Forscher vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) berichten. Womit bestätigt wäre, was jedem Träger eines gesunden Menschenverstandes schon immer klar gewesen ist. Eine gesunde Ernährung wird dabei übrigens als Kost mit vergleichsweise viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, reichlich Nüssen und Samen sowie ausreichend Fisch und Jogurt definiert. Wenig gegessen werden sollten rotes Fleisch und Wurstwaren. Wer hätte das gedacht.

„Wie unsere Ergebnisse zeigen, verringert sich das Darmkrebsrisiko umso mehr, je mehr man etwas für seine Gesundheit tut.“ sagt Krasimira Aleksandrova, Erstautorin der Studie. „Das Umsetzen dieses Wissens in gesellschaftlich aktiv unterstützte Präventionsstrategien könnte wesentlich dazu beitragen, ein frühes und häufiges Auftreten dieser Krebsform zu vermeiden und damit viel persönliches Leid zu verhindern“, ergänzt Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie. Da hat Herr Boeing recht. Der Weg vom Wissen über das Verstehen zum Handeln ist lang. Leider ist der Krebs oft schneller.

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