D‘r Zoch kütt: Gleich ist es wieder mal soweit. Pünktlich um 10:11 Uhr startet auch in diesem Jahr der Kölner Rosenmontagszug – unbestritten Deutschlands monströseste Karnevalsveranstaltung. Monströs ist dieser Zug nicht nur wegen der ca. 12.000 aktiven Zugteilnehmer und geschätzt 1,2 Millionen singender, schunkelnder, winkender und bützender Zuschauer, sondern auch wegen der Millionen Liter Kölsch, die durch die Kehlen fließen. Karneval macht durstig: Während des fünf-tägigen Straßenkarnevals ab Weiberfastnacht kippen sich durstige Pappnasen nach Schätzungen des Kölner EXPRESS insgesamt mehr als 30 Millionen Liter – 150 Millionen Gläser – Kölsch hinter die Binde (.. In der Kölsch-Stadt Bier zu verlangen, ist eine unverzeihliche Peinlichkeit und kann zum Ausschluß aus dem jecken Treiben führen). Eine knappe Million Kneipenbesucher beschert den Kölner Gastwirten einen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro.

Kölsch und Kälte drücken auf die Blase, die Kombi hat schon manchen Narren in Not gebracht – nicht selten mit finanziellen Folgen: Nach Angaben des Kölner Amtes für öffentliche Ordnung erwischten Mitarbeiter des Ordnungamtes am Rosenmontag 2014 insgesamt 418 männliche Wildpinkler und 63 weibliche. Das kostete die Betroffenen zwischen 35 und 100 Euro – denn Wildpinkeln ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit. Über diesen Vorzugspreis können echte Jecken nur lachen – andernorts in Deutschland werden dafür bis zu 1000 Euro kassiert. Dazu sollte man vielleicht noch wissen: Der Kölner Mathematiker und bekennende Jeck Prof. Andreas Gessinger von der Rheinischen Fachhochschule Köln kommt als Ergebnis einer Mehrfaktorenanalyse zum Schluss: Eine verkleidete Person kennt sehr viel wahrscheinlicher den Weg zur nächsten Toilette als eine unverkleidete – nämlich bei 36,7%, während die Wahrscheinlichkeit bei einem Unverkleideten nur bei 27,14% liegt.

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