Das Wort zum Sonntag – gerade gelesen in „Wer wir waren“ – dem kürzlich erschienen literarischen Testament des im vergangenen Jahr allzu früh verstorbenen Roger Willemsen. Was für ein kluger Gedanke:

Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“

 

Ein Gedanke, der unser Verhältnis zum großen Ganzen, zum Weltgeschehen, genauso beschreibt wie den Umgang mit vielen Dingen im Kleinen: Wie konfus sind wir doch auch z. B. im Umgang mit Ernährung, Essen und Trinken. Jeder weiß alles, weiß hundertprozentig, was richtiges und gesundes Essen ist. Jeder zitiert Experten, Studien und schlaue Bücher. Von der (Selbst-)Erkenntnis, was dem eigenen Körper wirklich gut tut, ist man weit entfernt. Erfahrung aus achtsamem Umgang mit der Nahrung  – dafür ist keine Zeit. Schließlich müssen wir weiter. Aufhalten können wir uns mit so etwas nicht.

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