Südfünen und die vorgelagerten Inseln – eine Pupenstube: Nach außen ist hier alles heile Welt. Bunte Fachwerkfassaden, beschaulich, niedlich, von mannshohen pastellfarbenenen Stockrosen gesäumt. Überhaupt, diese Stockrosen: Wie schaffen die das, dass die hier aus jeder Ritze wachsen? Zwei Meter hoch, buschig und mit leuchtend bunten Blüten? Die Fünen frönen einer verbreiteten Leidenschaft für Nippes und nostalgische, kitschige, skurile Porzellanfiguren, die sich auf den Fensterbänken hinter den Sprossenfenstern offenbart. Hier scheint sich Nostalgie mit Melancholie …
Warum ‚Menschenstopfleber‘ eines der wichtigsten neuen Bücher ist
‚Menschenstopfleber‘ – ich gestehe: der leicht martialische Titel des neuen Buches von Nicolai Worm hat bei mir zunächst ein gewisses Stirnrunzeln ausgelöst. Von der Lektüre hat mich das dann doch nicht abgehalten – zum Glück. Die zentrale These des Buches: Bei ca. 70% der Übergewichtigen und zudem bei ca. 15% der Schlanken ist die Leber „gestopft“ wie bei einer Gans. Sie leiden an einer nichtalkoholischen Fettleber, die in vielen Fällen nicht erkannt, verharmlost, nicht behandelt …
Spitzenköche stehen auf Vegetarisches
Deutschlands auflagenstärkstes Gourmet-Magazin, der Feinschmecker, vermerkt in der aktuellen Ausgabe (9/2013 – Text nur in Printausgabe) den „Siegeszug vegetarischer Gerichte“ als einen der wichtigsten Trends in der gastronomischen Bilanz des vergangenen Jahres, wobei die Top-Gastronomen häufig „tief in die Zutatenliste deutscher Bodenständigkeit“ greifen: Demnach haben die Gastrokritiker des Feinschmeckers nie zuvor Pumpernickel in so vielfältiger Form erlebt – dicht gefolgt von alten Gemüsesorten, allen voran Tomaten und Rote Beete, „deren Aufstieg zum ganzjährigen Modeprodukt höchst …
Esskultur im Wahlkampf: Angela Merkel
Auf die Frage der Zeitschrift “Neon” nach dem Unvernünftigsten, das sie in ihrer Jugend gemacht hat, antwortet die Kanzlerin: Zu viel Kirschwein getrunken. Da tritt die alkoholische Wirkung noch schneller ein als bei normalem Rotwein, das habe ich unterschätzt. Nach einem solchen Exzess kann ja nichts mehr passieren! Daraus hat sie für die Poltik gelernt: Nur nicht über die Stränge schlagen! No risk, no fun, no Kirschwein – stattdessen Realpolitik. Aber: In der Poltik ist …
Veggie-Kost für mehr Gesundheit
In der aktuellen Veggie-Day-Debatte taucht interessanterweise eines der wichtigsten Argumente für eine vegetarische Ernährung – oder besser gesagt: eine Ernährung mit weniger Fleisch – nur am Rande auf: der Gesundheitsaspekt. Weniger Fleisch, Nachhaltigkeit, Tierschutz einerseits und Bevormundung und „Zwangsernährung“ andererseits sind die zentralen Aspekte der Diskussion. Dabei steht inzwischen wohl außer Zweifel, dass eine vegetarische Ernährung (in ihrer ovo-lakto-vegetabilen Variante) gegenüber der herkömmliche Durchschnittskost mit ca. 60 kg Fleisch und Fleischprodukten pro Kopf und Jahr …
Das Salatschnitzel – die Lösung des Veggie-Day-Problems
Keine Ahnung, warum alle über den Veggie-Day streiten. Schließlich gibt es längst die Lösung, die alle zufrieden stellt: Das Salatschnitzel – hier im Video von doktorallwissend vorgestellt: Übrigens: Ich freue mich auf Erfahrungsberichte, wie das Salatschnitzel den tellerrand-Lesern schmeckt!
Absurdes Sommertheater: Vom Veggie-Day und anderen Luxusproblemen
Absurdes Sommertheater: Während knapp eine Milliarde Menschen hungern, leisten sich die Deutschen den Luxus, mit teutonischem Furor über den Veggie-Day zu diskutieren. In der Wochenendausgabe der taz sinnieren Menschen mit einem Einkommen von weit über 100.000 Euro darüber, ob sie nicht reich, sondern doch nur allenfalls wohlhabend sind, dass die Steuerpläne der Grünen eine Zumutung sind und kommentieren diese – nun völlig philosophiefrei: „Es hackt wohl“. Die ZEIT macht den Tanz ums goldene Ich zum …






