Wer an akuter oder chronischer Magenschleimhautentzündung leidet, der sollte tunlichst ganz auf Fleisch verzichten. Die überwiegende Mehrzahl, nämlich bis zu 90 Prozent aller Magenschleimhautentzündungen, wird durch Helicobacter pylori hervorgerufen. Hat sich Heliobacter im Magen eingenistet, steigt bei hohem Fleischkonsum das Magenkrebsrisiko  dramatisch an – bis auf das Fünffache. Zu diesem Ergebnis kommt laut einem aktuellen Pressebericht des Deutschen Krebsfroschungszentrums eine Auswertung der Daten von EPIC, einer Untersuchung an rund einer halben Million Menschen aus ganz Europa.

Pro 100 Gramm täglichem Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten errechneten die Wissenschaftler eine Risikosteigerung für Magenkrebs  von 252 Prozent. Betrachteten die Forscher isoliert diejenigen Patienten, bei denen eine Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori nachweisbar war, so wurden die Werte noch deutlicher: Hier steigern 100 Gramm Fleisch und Fleischprodukte pro Tag das Magenkrebsrisiko auf das Fünffache (432 Prozent).

Bei nichtinfizierten Personen ließ sich kein signifikanter Zusammenhang
zwischen Fleischverzehr und Magenkrebs nachweisen. Auch der Verzehr von Geflügel beeinflusst das Magenkrebsrisiko offensichtlich nicht. Magenkrebs ist weltweit die zweithäufigste Krebstodesursache. In Deutschland gehen die Neuerkrankungsraten seit Jahren zurück (2002: 19.700).Trotzdem liegt Magenkrebs mit 11.844 Todesfällen im Jahr 2003 noch immer auf Platz vier (Männer) bzw. Platz sechs (Frauen) der Krebstodesursachen.

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