Wenn ein Perser und ein Türke in Lederhosen im Münchner Glockenbachviertel ein bayrisches Fastfood-Bistro unter dem Namen Bazi’s Schlemmerkucherl eröffnen, dann ist das ein Beispiel für echte Integration. Für derart heimatverbundenes Schaffen wurden Hamed Ghahremani und Deniz Sevengül beim 13. Deutschen Leaders Club Award mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis von einem gerührten Tim Mälzer, der ja von Heimat besonders viel versteht – und diesen Anspruch mit seinem neuestem Kochbuch unter gleichnamigen Titel untermauert .

„Schweinebraten to go. So einfach lässt sich das Gewinnerkonzept Bazi´s Schlemmerkucherl von Hamed Ghahremani und Deniz Sevengül beschreiben.“ schreibt der Leaders Club. Seit April 2013 betreiben die in München aufgewachsenen Junggastronomen ihr Schlemmerkucherl, zu dessen Hits die „Bazi Box“ gehört – ein Pappkarton im Stil einer Nudelbox, der mit Blaukraut, selbstgemachten Kartoffelknödeln und wahlweise Krustenschwein oder Entenbraten gefüllt wird. „Dass die beiden nicht nur ein Produkt verkaufen, sondern auch ein Lebensgefühl vermitteln möchten, wird beim Betreten des Ladenlokals deutlich, welches mit typisch bayerischem Ambiente aufwartet.“ schreibt der Leaders Club weiter und zitiert Hamed Ghahremani: „Unsere Vision ist es, bayerische Lebensfreude in Form der Deutsche Küche als Fast Food auf den Markt zu bringen, sodass Schweinebraten irgendwann als die bessere Alternative in einem Atemzug zu Pizza, Döner und Currywurst genannt wird“. Wahnsinn. Beim nächsten München-Tripp pack ich die Krachlederne ein und mach mir einen zünftigen Abend bei Bazi. Mehr Bazis braucht das Land.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie ein Iraner und ein Türke dazu kommen, einen bayerischen Imbiss zu eröffnen, der lese mehr auf der Jugendseite der Süddeutschen

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