Eine Genvariante entscheidet darüber, ob Kaffeetrinken das Herzinfarktrisiko erhöht oder nicht. Für den Abbau von Koffein ist ein Enzym verantwortlich, das anlagebedingt eine unterschiedliche Aktivität besitzt. Nur für die Menschen mit der weniger aktiven Enzymform erhöht sich durch Kaffeekonsum die Wahrscheinlichkeit, einen nicht-tödlichen Herzinfarkt zu erleiden. Dagegen sinkt das Infarktrisiko für diejenigen sogar, die das Koffein sehr schnell abbauen, berichten Forscher im “Journal of the American Medical Association (JAMA)”.

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Die Studie zeige auch, dass ein durch Kaffeetrinken erhöhtes Herzinfarktrisiko auf dem Koffein und nicht auf einem anderen Kaffee-Inhaltsstoff beruht, schreiben die Wissenschaftler um Ahmed El-Sohemy von der University of Toronto. Etwa die Hälfte der Testpersonen aus beiden Gruppen besaß das Gen für das langsame Enzym. Für diese Menschen stieg durch zwei bis drei Tassen Kaffee täglich das Herzinfarktrisiko um 36 Prozent, bei stärkerem Kaffeekonsum um bis zu 64 Prozent. Für diejenigen mit der schnellen Enzymform verringerte sich durch zwei bis drei Tassen pro Tag das Infarktrisiko um 22 Prozent. Probanden mit dem langsamen Enzym, die jünger als 50 Jahre waren, waren stärker gefährdet als ältere Personen.

Quelle: wsa (Wissenschaft aktuell) / Joachim Czichos/ JAMA

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