Kaum zu glauben, die Lebensmittelzeitung (LZ) zeigt im neuen Jahr Mut zum Humor. Bei einigen Antworten von Dr. Eckart von Hirschhausen im LZ-Interview vom 02. Januar (nur Print) dürfte dem klassischen LZ-Leser aus den Führungsetagen von Lebensmittelindustrie und -handel jedoch das Lachen vergehen. Auf die Frage, auf welches Produkt der Lebensmittelindustrie er noch sehnlichst warte, antwortet der Mediziner und Kabarettist: „ Bei Erkältungen gibt es bis heute nichts in der Apotheke, was besser wirkt als Abwarten, Tee trinken und Hühnersuppe. Was mich wirklich wundert: Warum gibt es Hühnersuppe noch nicht als Lutschtablette oder Zäpfchen?“ So weit, so lustig.

Hirschhausen plädiert auch für eine Einschränkung des Fleischverzehrs. Das Rezept zum Abgewöhnen liefert er gleich mit: Was durch Fleischproduktion und Massentierhaltung angerichtet wird „sehen wir im Supermarkt ja nicht. Angenommen, wir müssten zu jedem Kilo Fleisch, das wir kaufen obligatorisch die 10 Liter Gülle, die damit verbunden sind, mitkaufen und uns selber um die Entsorgung kümmern. Wir würden automatisch wissen: Fleisch braucht es nicht jeden Tag.“ Spätestens bei diesem Rat dürfte für Fleischerzeuger, Lebensmittelhandel und Fleischliebhabern Schluss mit lustig sein. Wohl bekomm’s!

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