Wie stehen coole Kids zu gesunder Ernährung? „Gesunde Ernährung, die ist mir egal. Hauptsache, es schmeckt!“

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Karin Fries vom früheren Institut für Jugendforschung, jetzt als „Synovate Kids und Teens“ unter dem Dach von Roland Berger angesiedelt, hat Kinder und Jugendliche nach ihren Lieblingsgerichten befragt. Die teure Marktforschung hat nur bestätigt, was aufmerksame Eltern eh schon wissen: Ganz oben auf der Hitliste stehen Nudelgerichte, Pommes und Pizza. Gemüse und Salat werden zwar mit zunehmendem Alter (14 +) beliebter, spielen aber insgesamt eine untergeordnete Rolle.

Interessant, aber auch nicht neu: Kinder wissen sehr wohl, wie gesunde Ernährung aussehen soll. In der Praxis scheint ihnen das allerdings ziemlich schnurz zu sein: Eine richtige und abwechslungsreiche Ernährung bleibt die Ausnahme. Wie kann man’s ändern? Frau Fries meint: „Im Fokus muss ein positives Vorbild-Verhalten von Eltern und Leitbildern … stehen.“ Recht hat sie. Was Hänschen zu hause nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Eltern – tunlichst auch Väter! – müssen sich mehr um das Thema Esskultur kümmern. Gemeinsam essen und dabei ein bisschen mehr gerade sitzen, Besteck ordentlich halten, nicht schlingen, nicht schmatzen, ordentlich kauen und nicht aufhören, wenn alles leer ist, sondern vorher – wenn’s reicht. Davon würden Eltern und Kids profitieren. Erziehung braucht den Mut, Regeln zu setzen und durchzusetzen. Das gemeinsame Essen ist ein prima Platz, um damit anzufangen – und gleichzeitig sogar etwas für das langfristige, lebenslange Wohl der Kids zu tun.

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