Wenn es um den Schutz vor koronarer Herzkrankheit geht, galten Omega-3 Fettsäuren bisher als Gesundheitsgaranten schlechthin. Vor kurzem meldeten gleich mehrere Studien Zweifel an den positiven Wirkungen der Fettstoffe an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt nun vor einer voreiligen Vernachlässigung der wertvollen Stoffe:

  1. Ganz gleich, ob die n-3 Fettsäuren vor koronarer Herzkrankheit schützen oder nicht: Sie sind in jedem Fall essenzielle Nährstoffe. Das bedeutet: n-3 Fettsäuren sind lebensnotwendig – obwohl sie unser Körper nicht selbst herstellen kann. Sie müssen also unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden.
  2. Bei näherem Hinschauen sind die Ergebnisse der zitierten neuen Studien mit Vorsicht zu genießen und stellen die Resultate von Dutzenden anderer Studien, die die Herzschutzwirkung bestätigen, nicht unbedingt in Frage.

fisch

Aus diesen beiden Gründen empfiehlt die DGE nach wie vor, „1- bis 2-mal in der Woche Fisch zu verzehren – vor allem Seefische wie Makrele, Lachs und Hering. Diese enthalten neben den langkettigen n-3 Fettsäuren auch weitere wertvolle Nährstoffe wie Vitamin A, Vitamin D, B-Vitamine und insbesondere das lebenswichtige Spurenelement Jod, das Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist. Weitere gute Quellen für n-3 Fettsäuren sind Raps- und Walnussöl. Die langkettigen n-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) werden auch in Form von Konzentraten angeboten. Diese so genannten Fischölkapseln sollten generell nur nach ärztlicher Anordnung eingenommen werden.“

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