Die zweite Eisbrecher-Meldung kommt ebenfalls von BILD: Das Eis bricht in Rekordgeschwindigkeit. BILD fragt: „Klimawandel – Kriegt die Welt schon jetzt das Fieber?“ Klar, bei der Hitze muss die Headline kommen! Dann die Rekordmeldung:

Das Eis in der Arktis, so etwas wie die Klimaanlage der Welt, wird immer dünner und erreichte dieses Jahr ein Rekord-Tief. „Das ist entscheidend, weil das Eis Sonnenstrahlen ins Weltall reflektiert“, sagte CNN-Meteorologe Taylor Ward. „Ohne den normalen Umfang an Eis in der Arktis gelangt mehr Strahlung ins Meer – was dazu führt, dass wieder mehr Eis schmilzt.“

Auch das Eis in meinem Eiskaffee schmilzt in Sekundenschnelle. Ich denke an die große Eisschmelze in der Arktis und hoffe, dass das Eiswasser dort klarer ist als meine schmutzig-braune Eiskaffeebrühe. Ein Klimaexperte in einem anderen Blatt (wo war’s bloß noch – mein Gott, die Hitze) meint: So lange wir leben, wird’s nicht so schlimm. Bis 2050 gibt’s im Rheinland schlimmstenfalls Temperaturen wie heutzutage in Norditalien. „Das wird den Schwarzkirschen in unserem Garten gut bekommen, Mon Chérie“, sag ich zu meiner Liebsten. Richtig übel soll es  erst 100 Jahre später werden. Na dann lehn ich mich doch nochmal kurz entspannt zurück. „Liebling, machts Du mir noch einen Eiskaffee?“

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Touris besichtigen das letzte Arktiseis. Na ja – hier geht’s schon Richtung Antarktis. Um genau zu sein sind wir hier am Perito Moreno.

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