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Eine Pressemeldung kündigt mir eine aufsehenerregende Neuerscheinung an: ‚Der Paleo Code: Pure Food. Pure Training‘. Mit wertvollen Informationen und vielen Tipps für hochwertige und menschengerechte Ernährung, mehr Lebensqualität, Gesundheit und Glück. So verspricht es uns der Verlagstext. Ich muss gestehen, ich habe dieses Buch nicht gelesen – und dies nachzuholen habe ich auch nicht vor. Denn mich nervt schon dieser Titel. Paleo-Code – was soll das heißen? Der ‚alte‘ Code – abgeleitet vom schönen altgriechischen Wort palaios = alt? Gemäß Verlagstext können wir mit den 4 Säulen des Paleo-Lifestyle gesund, sexy, stark und zufrieden werden – eben so, wie es der Steinzeitmensch wohl permanent war. Gemütlich in der Sonne liegen und mit dem Wildschweinknochen zwischen den Zähnen stochern. Das muss geil gewesen sein. Klar: Die kohlenhydratarme Ernährung im Rahmen der Paleo-Ernährung „orientiert sich an den Essgewohnheiten von Steinzeitmenschen, die weder Ackerbau noch Viehzucht kannten.“ Das auf Original-Faustkeil gebrannte Interview mit dem Neandertaler-Schamanen liefert der Verlag bestimmt auf Anfrage. Nicht erwähnt wird die coole durchschnittliche Lebenserwartung der Steinis, die unter 30 Jahren lag. Die brutalen Knochendeformationen und Hinweise auf andere schlimme Erkrankungen, die echte Paläontologen an den Skeletten der ehemaligen Wonneproppen belegen können, dürften vermutlich Folgen steinzeitlicher Luxus-Exzesse gewesen sein. Frage an Verlag und Autorin: Kann man selbst auch mit solch beschleunigtem Abgang in die ewigen und sexy-sorgenfreien Jagdgründe rechnen, wenn man nur früh genug mit Paleo beginnt? Welch ein gequirlter Code!

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