Kein Genuss ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurück lässt, ist bleibend.

 (Johann Wolfgang von Goethe)

Zu Goethes Zeiten war Genuss offensichtlich noch etwas wirklich Besonderes. Heute, wo alle Genuss (bzw. was man landläufig dafür hält) sofort und immer wollen, bleibt vom Genuss oft nur Überdruss – oder noch schlimmer: Statt bleibenden Eindruck zu hinterlassen, fällt er dem Vergessen anheim. „Wo war das noch, wo wir damals so gut gegessen haben? War das nicht bei diesem – na, wie heißt er noch – der bekannte Sternekoch? Gigantisch gut! War das nicht irgendwas mit Fisch und Meeresfrüchten, was der so toll zubereitet hat. Und dann der wunderbare Wein dazu. Ich meine, das muss ein Riesling gewesen sein – nein, es war ein Weißburgunder – oder war es doch ein Sauvignon Blanc? Na ja, man kann sich nicht alles behalten. Ich erinnere mich noch genau: 380 Euro haben wir dort zu zweit gelassen. Für den netten Service haben wir die 400 voll gemacht. War das ein Genuss!“

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