Wie die großen Agenturen heute Morgen übereinstimmend berichten, sollen Biotonnen  nach einem Plan von Verbraucherministerin Ilse Aigner künftig bundesweit mit einem Food-Scanner ausgestattet werden. Der mit einem Kohlenhydrat-Sensor versehene Mikrochip schätzt die Menge genießbarer Lebensmittel in der Tonne mit einer Genauigkeit von 96%. Die Daten werden von einem Decoder am Müllwagen beim Leeren der Tonne erfasst und per GPS unmittelbar an die jeweilige kommunale Behörde übertragen. Pro Kilogramm genießbarer Lebensmittel soll eine Strafsteuer von einem Euro erhoben werden. Der Gesamtbetrag wird mit dem jährlichen Bescheid über die Grundbesitzabgaben, zusammen mit den allgemeinen Müllgebühren eingezogen. Für eine vierköpfige Familie dürfte das mit einer zusätzlichen Belastung von knapp 400 Euro jährlich verbunden sein, geht man gemäß den derzeitigen Schätzungen von ca. 80kg verzehrsfähigen Lebensmitteln im Müll pro Kopf und Jahr in Deutschland aus. Die Hälfte der geschätzten Einnahmen von knapp 1 Milliarde Euro soll dem Gesundheitsministerium für die Bekämpfung von Übergewicht und ernährungsabhängigen Erkrankungen zur Verfügung gestellt werden. Der Rest des Geldes fließt an „Brot für die Welt“ zur Bekämpfung von Hunger und Armut in den Entwicklungsländern.

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