Gesunde Ernährung? Vergiss es! Es reicht, wenn Du Kaffee trinkst – möglichst kannenweise und täglich. Denn Kaffee scheint der universelle Schutz vor jedweder Erkrankung zu sein. Aktuell berichten die Medien, dass vermehrter Kaffee-Genuss das Risiko senkt, nach einem Herzinfarkt zu sterben. Wohlan denn, Herz, trinke Kaffee und gesunde! Das ist aber nur eine von vielen gesundheitlichen Wohltaten des Kaffees. Hier eine kleine Auswahl der Erkenntnisse, mit denen uns die Wissenschaft in jüngster Vergangenheit überschüttet hat:

Kaffee hilft beim Abnehmen. Moderater Kaffeekonsum senkt das Risiko, an Parkinson zu erkranken. Kaffee hilft bei Schlafstörungen, verlängert das Leben, verbessert die Prognose bei Darmkrebs. Kaffeetrinker leiden seltener unter Erektionsstörungen. Kaffee senkt das Risiko für Prostata-Krebs (..zumindest bei männlichen Ratten). Zudem schützt Kaffee die Leber und beugt Leberkrebs und Leberzirrhose vor. Und was ist mit Nebenwirkungen? Absolut vernachlässigbar! Allenfalls bei älteren männlichen Alkoholikern, die der Therapieempfehlung 1 Liter Kaffee auf 1 Liter alkoholischen Getränkes zum Schutze der Leber folgen, soll es gelegentlich zu Harndrang und Überschwemmungen kommen. Schon denken die ersten Kliniken über den Ersatz von Bluttransfusionen durch Kaffeeinfusionen nach. Die sollen so lange laufen, bis statt Blut Kaffee in den Adern fließt – und alle Krankheiten austreibt.

Endlich vorbei die Zeiten, in denen Kaffee als Verkörperung des Bösen galt. Parallel zum Kaffee verbreiteten sich im 17. und 18. Jahrhundert die Gerüchte, der schwarze Sud sei Teufelstrank, bedrohe vielfältig die Gesundheit – und viele dieser Gerüchte hielten sich bis heute. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Krebs, Diabetes, Asthma, Alzheimer – kaum eine schwere Erkrankung, für die Kaffee und insbesondere sein Inhaltsstoff Koffein nicht schon als mögliche Ursache galt. Auch die Befürchtung, der Muntermacher entziehe dem Körper Flüssigkeit gehörte dazu. Doch schon vor 100 Jahren konstatierte Franz Kafka:  „Kaffee dehydriert den Körper nicht, ich wäre sonst schon Staub.“ Kafka sollte recht behalten: Forscher der Universität Birmingham haben inzwischen herausgefunden, dass man das Heißgetränk zur Flüssigkeitsaufnahme nutzen kann.

Dass es nun so viele tolle Studien mit so vielen wissenschaftlich fundierten Ergebnissen gibt, haben wir auch der Existenz großartiger Forschungseinrichtungen wie des Insitute for Scientific Information on Coffee (ISIC) zu verdanken. Zu den wichtigsten Zielen des Instituts zählt die Förderung einer unabhängigen Kaffeeforschung. Mit Nestle, Tchibo, illycaffe, Jacobs Douwe Egberts, Lavazza und Paulig sorgen sechs der größten europäischen Kaffee-Companies als Mitglieder des ISIC für die Umsetzung dieses Ziels. Zu wissen, wem wir die unabhängige Forschung zu verdanken haben, ist ausgesprochen beruhigend. ISIC und die Unternehmen sorgen mit ganzem Einsatz dafür, dass wir die Zusammenhänge zwischen Kaffee und Gesundheit auch richtig verstehen. Kaffee hat schließlich nichts mit profanem Trinken zu tun. Kaffee ist immer Genuss! Für die Medizin ist das, als würde ein alter Traum wahr: Durch Kaffee wird jede Heilung zum Genuss. Psychologen berichten inzwischen von ersten Patienten, die krank werden wollen, um in den Genuss einer Kaffeekur zu kommen.

Wie dumm waren doch frühere Generationen, die den Kaffee wie der Teufel das Weihwasser mieden. Schließlich zeigen auch viele epidemiologischen Studien einen signifikanten Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Kaffeegenuss: Parallel zum Kaffeekonsum ist die Lebenserwartung in den letzten 50 Jahre erheblich gestiegen. So war die Verdammung des Kaffees über die Jahrhunderte wohl eine der größten historischen Fehlleistungen der Menschheit – die viel Lebenszeit gekostet hast. Aber das ist vorbei. Denn fürderhin gilt für alle Zeiten: Wohlan denn, Herz, trinke Kaffee und gesunde – und nimm Abschied von der irrigen Vorstellung, dass zu viel des Guten auch schlecht sein kann.

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