Der 16. Oktober ist Welternährungstag. Früher war der Welternährungstag ein karitativer Tag, an dem der Hungernden gedacht und für sie gesammelt wurde. Inzwischen wird er mehr und mehr zum politischen Tag – zum Tag des Kampfes gegen den Hunger. Hier die wichtigsten Ereignisse des heutigen Welternährungstages – auf die Schnelle gefunden:

● Mehrere hundert Menschen protestierten heute vor der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt gegen Spekulation mit Lebensmitteln. Begleitet von der Polizei zogen die Teilnehmer anschließend vor die Deutsche Börse in der Innenstadt. Aufgerufen zu der Demonstration hatte ein Aktionsbündnis, dem Oxfam, Medico, Misereor, Attac, Inkota, Campact, Weed, Katholische Arbeitnehmerbewegung und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft angehören. Laut Veranstaltern unterzeichneten im Vorfeld mehr als 50 000 Menschen eine Petition gegen Lebensmittelspekulationen.

● Parallel dazu haben Politiker wie der Mecklenburgs Agrarminister Till Backhaus (SPD) aus Anlass des Welternährungstages auf die Verschwendung von Lebensmitteln in den Industrienationen hingewiesen. In Deutschland würden jährlich 82 Kilogramm Lebensmittel pro Einwohner im Abfall landen, sagte Backhaus in Schwerin. Diese Zahl müsse drastisch gesenkt werden. Weltweit ernten Landwirte nach seinen Worten ein Drittel mehr – in Kalorien gemessen – als nötig wäre, um alle Menschen ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dennoch.

● Anlässlich einer Tagung des Verwaltungsrates des Europäischen Patentamts (EPA) protestierten Landwirte und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen wie der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN und Greenpeace in München zum Welternährungstag gemeinsam gegen Patente auf Pflanzen und Tiere.

 

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