Auch heute Morgen gab es bei uns zum Osterfrühstück die gewohnte alljährliche kleine Lesung aus Luigi Malerbas wunderbaren Bändchen mit dem sehr philosophischen Titel „Die nachdenklichen Hühner“. Und auch in diesem Jahr gibt es eine der 131 kurzen Geschichten für die tellerrand – Leser.

Ein kalabresisches Huhn beschloss, Mitglied der Mafia zu werden. Es ging zu einem Mafia-Minister, um ein Emfpehlungsschreiben zu bekommen, aber dieser sagte ihm, die Mafia existiere nicht. Es ging zu einen Mafia-Richter, aber auch dieser sagte ihm, die Mafia existiere nicht. Schließlich ging es zu einem Mafia-Bürgermeister, und auch dieser sagte ihm, die Mafia existiere nicht. So kehrte das Huhn in den Hühnerhof zurück, und auf die Fragen seiner Mithühner antwortete es, die Mafia existiere nicht. Da dachten alle Hühner, es sei Mitglied der Mafia geworden und fürchteten sich vor ihm.

Nach der Lektüre des Büchleins hat man verstanden, dass Menschen auch nur verrückte Hühner sind. Sich gelegentlich – z.B. an Ostern – daran zu erinnern, ist nicht nur unterhaltsam, sondern kann durchaus auch heilsam sein. Das Wagenbach-Bändchen aus der Reihe der Quarthefte kann man zumindest bei Amazon immer noch bestellen. Hier gehts übrigens zur tellerrand-Hühnerphilosophie vom vergangenen Jahr

Frohe Ostern wünscht Friedhelm Mühleib allen Lesern und Freunden des tellerrandblog

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